Frühjahrsputz, Obst ernten, Regenrinnen säubern, Fassaden und Decken streichen, tapezieren oder Glühbirnen auswechseln: Leitern - vielseitig und variabel - kommen überall in Haus und Garten zum Einsatz.
Wie viele Leitern braucht ein Haus?
Wer die eigenen vier Wände in Schuss halten will, hat das ganze Jahr über etwas zu tun - selbst, wenn es nur Allerweltsaufgaben zu erledigen gilt, wie Fenster putzen oder Glühbirnen wechseln. „Wer bei diesen Tätigkeiten kein Unfallrisiko eingehen will, verzichtet auf Notlösungen wie Hocker oder Klappstuhl und besorgt sich eine oder zwei Leitern mit festem Tritt. Damit ist man für die meisten Aufgaben bestens gerüstet", rät Steigtechnik-Experte Ferdinand Munk.
Doch welche Leiter eignet sich wofür? Mit der klassischen „Stufen-Stehleiter" lassen sich Arbeiten unter der Decke, an Fenstern und Wänden bequem bewältigen. Die Leiter aus Aluminium (ab ca. vier Kilogramm) ist leicht zu handhaben. Ihre konische Bauweise sowie acht Zentimeter breite und geriffelte Stufen gewährleisten Standsicherheit und sicheren Tritt. Besonders komfortabel ist die Handhabung bei Stufenstehleitern mit der ergonomischen Griffzone „ergo-pad". Das „ergo-pad" sorgt dafür, dass man die Leiter beim Tragen stets im optimalen Tragepunkt hält. Das schont den Rücken und verhindert über den Klemmmechanismus außerdem ein Auseinanderklappen der Holme beim Leiterntransport.
Bei unterschiedlichen Arbeiten im Außenbereich des Hauses wie Fassade oder Dach und auch im Garten an Bäumen und Hecken ist jeder Haushalt mit einer „Mehrzweckleiter" aus Aluminium gut beraten. Sie besteht aus drei einzelnen Leiternteilen von sechs bis 14 Sprossen: Alle Teile zusammengesetzt und mit Steckhaken gesichert, wird sie zur Anlegeleiter (bis ca. zehn Meter). Zwei ineinandergeschobene Teile, vom dritten Element gestützt (Arbeitshöhe bis ca. sieben Meter) - die Stehleiter ist fertig. Und mit einem Erweiterungsbausatz entsteht ein praktikables Minigerüst.
Platzsparende „Vielzweckleitern"
Bei Renovierungsarbeiten im und am Haus bietet eine so genannte „Vielzweckleiter" universelle Verwendungsmöglichkeiten. Drei automatisch verriegelnde Scharnierpaare - so verwandelt man mit wenigen Handgriffen die Leiter zu einer brückenförmigen Arbeitsbühne. Holz- oder Alu-Riffelblechbelag auf den Sprossen sowie ein Geländer als ergänzendes Zubehör sorgen dabei für die nötige Sicherheit. Ausgeklappt erreicht sie eine Arbeitshöhe von etwa fünf Metern. In der Mitte gewinkelt, wird sie zur beidseitig begehbaren Stehleiter.
Ergonomisches Handling als Plus
Bei Mehr- und Vielzweckleitern muss der Anwender übrigens nicht schwer tragen. Mit Hilfe der „roll-bar"-Traverse können die Leitern besonders Rücken schonend gerollt werden. Der Kraftaufwand für den Leiterntransport reduziert sich beim Rollen um fast die Hälfte gegenüber dem Tragen. Im Arbeitseinsatz bietet die Traverse eine höhere Standfestigkeit und damit ein Plus an Sicherheit.
Für größere Arbeiten an der Fassade ist ein fahrbares Gerüst geeignet, das sich nach dem Baukastenprinzip schnell und ohne Werkzeug aufbauen lässt. Breite Fahrbalken mit vier feststellbaren Lenkrollen und Spindeln sorgen hier für einen sicheren Stand. „Bei der Vielzahl von Ausführungen ist Beratung im Fachhandel zu empfehlen. Wenn sich ein paar Nachbarn zusammentun und gemeinsam investieren, ist das Rollgerüst auch erschwinglich", meint Munk.
GS-Zeichen und 15 Jahre Garantie
Unabhängig von der Entscheidung für eine Stufen-Stehleiter, Mehrzweck-, oder Vielzweckleiter mit Sprossen - für alle Steighilfen gilt: Sie müssen den Sicherheits-Standards entsprechen. Das heißt: hohe Verarbeitungs- und Materialqualität - garantiert durch das GS-Zeichen. Und auf mindestens 15 Jahre Garantie sollte der Hausbesitzer auch achten. Denn viele Billigangebote - meist im Ausland gefertigt - halten oft nicht das, was sie versprechen. „Wenn es um die eigene Sicherheit geht, sollte man nicht am falschen Ende sparen, sondern auf Qualität aus Deutschland setzen", rät Munk.